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Liquid Selbst Mischen

liquid selbst mischenDas Dampfen von E-Zigaretten wird immer beliebter. Dabei wird in einer E-Zigarette ein Liquid vernebelt, welches dann inhaliert wird. Jene E-Liquids gibt es in zahlreichen Sorten und Varianten fertig zu kaufen, doch viele fortgeschrittene Nutzer bevorzugen es, ihr Liquid selbst zu mischen.

Dafür bieten wir dir hier auf Dampf-Welt.de eine komplette Anleitung und die dazugehörigen Utensilien.

Eine komplette Anleitung zum Thema Liquid selbst mischen findest du im unteren Teil der Seite.




Warum Liquid selbst mischen ?

Bevor wir zur Misch Anleitung kommen wollen wir noch kurz die Vor- und Nachteile des Liquid selbst Mischens gegenüberstellen. Dabei sollte jeder selbst abwägen, ob für ihn die Vor- oder Nachteile überwiegen und ob es sich für ihn lohnt Liquid selbst zu mischen.

Vorteile

  • Das Liquid selbst mischen ist sehr viel günstiger als sich Fertigprodukte zu kaufen. Während man beim Liquid selbst mischen auf durchschnittliche Kosten von 1,75€ pro 10ml kommt (Material wie Flaschen usw. schon inklusive), schlägt ein vorgemischtes Liquid nicht selten mit ca. 5€ pro 10ml zu Buche. Für Vieldampfer bedeutet die Eigenkreation also definitiv eine große Kostenersparnis.
  • Dadurch, dass du beim Liquid selbst mischen volle Kontrolle über den Herstellungsprozess hast, bieten sich große Individualisierungsmöglichkeiten. Dabei kannst du zwischen einer Vielzahl von Aromen auswählen und diese auch nach Bedarf mischen. Zusätzlich hast du die Wahl zwischen einer von 3 verschiedenen Basen (PG, VG und PEG 400) und kannst diese auch gegebenenfalls mischen.
  • Du musst dich nicht mehr vor Verunreinigungen fürchten. Da nur du bestimmst, was in deinem Liquid landet und was nicht, kannst du dir sicher sein, dass keine gesundheitsschädlichen Verunreinigungen in deinem Liquid enthalten sind, wie dies oft bei Fertigprodukten vorzufinden ist.

Nachteile

  • Natürlich kostet das Liquid selbst mischen immer Zeit und vor allem am Anfang sehr viel Geduld.
  • Es kann vor allem zu Beginn vorkommen, dass du bei der Dosierung der Aromen ein wenig daneben liegst, und somit ein ungenießbares oder zumindest nicht wirklich leckeres Liquid erzeugst.
  • Für den Fall, dass du nikotinhaltige Liquids selbst mischen möchtest, ist Vorsicht geboten. Denn Nikotin ist ein starkes Nervengift und wird sehr schnell über die Haut aufgenommen. Hier empfehlen sich also Gummihandschuhe (bieten keinen 100% Schutz da Nikotin Latexgängig ist) und vor allem Achtsamkeit. Zusätzlich ist hier die Gefahr der Überdosierung durch ungenaues Abmessen beim Liquid selbst mischen groß. Du solltest dich also jedes mal sicherstellen, dass auch wirklich nur die richtige Menge Nikotin im Liquid gelandet ist.

Was benötige ich zum Liquid selbst mischen ?

Eine Base

Wie das Wort schon anmuten lässt, handelt es sich hier um die Basis deines Liquids. Letztendlich ist die Base der Stoff, der vernebelt wird und das Aroma in deine Lungen transportiert. Dabei kannst du zwischen 3 verschiedenen Basen wählen und diese auch nach Wunsch vermischen, um ein optimales Dampferlebnis zu erhalten. Denn jede Base kommt mit ihren ganz eigenen Eigenschaften einher.

  • PG: Propylenglycol ist ein organischer Stoff, der oft im Nahrungsmittel- und Kosmetikbereich, aber auch bei Tabak als Feuchthaltemittel genutzt wird. PG hat einen leicht süßlichen Eigengeschmack und bildet tendenziell eher weniger dichten Dampf.
  • VG: Glycerin ist Bestandteil aller Fette, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen, und somit bekannt für unseren Körper. Glycerin ist um einiges dickflüssiger als PG und bildet einen dichten Nebel beim verdampfen.
  • PEG 400: Polyethylenglycol ist zwar ein synthetischer Stoff, wird aber schon lange Zeit in der Medizin zu Inhalationszwecken genutzt und wurde von der WHO als GRAS (=generally recognized as safe) eingestuft, da er nicht mit unserem Stoffwechsel wechselwirkt. PEG hat einen leicht bitteren Geschmack, sollte aber trotzdem nicht außer Acht gelassen werden.

Um eine optimale Dampfentwicklung zu erreichen, werden oft Mischungen von 70% PG / 30% VG und 50% PG / 50% VG eingesetzt. Das Verhältnis ist aber keines Weges Gesetz und es kann ganz nach Belieben variiert werden.

Aroma

Bei dem Aroma hast die Qual der Wahl, denn bei reinen Aromen ist die Auswahl noch größer als bei den fertigen Liquid Geschmacksrichtungen. Auch bietet es sich hier an, wenn man schon etwas fortgeschrittener im Liquid selbst mischen ist, ein wenig mit Aromakombinationen herumzuexperimentieren. So können sich durchaus interessante und vor allem individuelle Geschmacksrichtungen ergeben.

Nikotin (optional)

Da die Handhabung von reinem Nikotin sehr gefährlich ist und sogar einen Giftschein erfordert, gibt es nur die Möglichkeit deinem Liquid mithilfe spezieller Basen Nikotin beizusetzen. Im Handel sind Basen zu kaufen, die schon fertig mit verschieden hohem Nikotingehalt versetzt sind.

Mischzubehör

Darunter fallen vor allem ein Mischzylinder, Spritzen zum Umfüllen und Nadelflaschen, in denen du dein Liquid lagern kannst. Bei dem Umgang mit Nikotin sind noch Chemie Schutzhandschuhe und Schutzbrille empfehlenswert.

Tipp: Spritzen können zunächst zum Ausprobieren in der nächsten Apotheke besorgt werden. Langfristig ist der online Kauf allerdings günstiger. Zudem kannst du statt eines extra Mischzylinders auch einfach ein geeignetes Küchengefäß verwenden, das danach allerdings keine Verwendung mehr finden sollte.

Liquid selbst mischen – Schritt für Schritt

1. Aroma aussuchen

Bevor du mit dem Mischvorgang beginnst, solltest du dir darüber im Klaren sein, welche Aromen du wie kombinieren willst.

3. Aroma abmessen und umfüllen

Wenn du Aromen benutzt, die hauptsächlich für den Gebrauch in E-Liquids gedacht sind, dann sollte das Aroma 10 – 15% deines fertigen E-Liquids ausmachen. Du musst also schon vorher wissen, wie viel E-Liquid du herstellen möchtest und misst die richtige Aromamenge dann entsprechend in einer Spritze ab. Damit beförderst du das Aroma dann in deinen Mischbehälter.

4. Base abmessen und umfüllen

Genau wie bei dem Aroma gehst du jetzt auch mit deiner Base vor. Abhängig davon wie viel E-Liquid du herstellen möchtest, bietet es sich eher an einen Mischzylinder zum Abmessen zu benutzen statt einer kleinen Spritze.

5. Vermischen

Nachdem alle erforderlichen Zutaten nun in deinem Mischbehälter sind, kannst du damit beginnen, die Stoffe miteinander zu vermischen. Das erledigst du am besten mit einem Löffel und rührst 3-4 Minuten. Falls du in einem verschließbaren Gefäß mischst, kannst du stattdessen auch kräftig schütteln.

6. Abfüllen

Nun ist dein E-Liquid fertig und muss noch richtig gelagert werden. Dafür bieten sich kleine Nadelflaschen an. Um dein selbst gemischtes Liquid bequem in die kleinen Flaschen zu befördern, kannst du eine Spritze verwenden. Bewahre die befüllten Flaschen dann an einem kühlen dunklen Ort auf.

7. Abwarten

Obwohl du wahrscheinlich am liebsten gleich losdampfen würdest, um deine Kreation auszuprobieren, solltest du noch ca. 24h warten. Denn frisch gemischtes Liquid ist ein bisschen wie Wein: Es brauch seine Zeit, bis es sein volles Aroma entfaltet. Es müssen chemische Reaktionen zwischen Aroma und Sauerstoff stattfinden und alle Moleküle müssen sich gleichmäßig verteilen. Dann hast du nach 24h das optimale Dampferlebnis!

Alle benötigten Materialien zum Liquid selbst mischen findest du auch hier auf Dampf-Welt.de